Chronik

Chronik der Judoabteilung des KSV 20 Erkenschwick e.V.

Der Grundstock und die Entwicklung f├╝r die Gr├╝ndung einer Judoabteilung im KSV 20 war schon in den zwanziger Jahren vorhanden. Der Verein f├╝hrte damals den Namen “ Ring- und Stemmclub Siegfried“. Auch wurden, wie in der jetzigen Zeit, mehrere Sportarten im Verein durchgef├╝hrt: Ringen, Gewichtheben, Boxen, Kunstkraftsport und Jonglieren. Durch Leistungen und Erfolge in diesen Sportarten wurde der Verein in Erkenschwick und dar├╝ber hinaus zu einem der f├╝hrenden Sportvereine. Auch Max Schmeling k├Ąmpfte mit der Mannschaft „Boxclub D├╝sseldorf-Benrath“ gegen die Mannschaft des „Ring und Stemmclubs Siegfried“ am 10. Dezember 1922 im Saal Welter (jetzt Kaufhaus Woolworth). Durch politische Einfl├╝sse und Trennung der Schwerathletik in zwei Fachverb├Ąnde wurde die offizielle Gr├╝ndung einer Judogruppe verhindert. Durch eine Abstimmung wurde der Beitritt zum Arbeiter-Athleten-Bund Deutschland erkl├Ąrt. Zu dieser Zeit begann Fritz Zimmer seine T├Ątigkeit mit Jiu-Jitsu. Judo in der Form wie heute gab es erst ab 1926. Die erste Deutsche Meisterschaft im Judo wurde 1926 in Wuppertal vom Arbeiter-Athleten- Bund Deutschland ausgetragen. Der Judowettkampf war damals noch nicht so reglementiert wie heute. Fritz Zimmer nahm an dieser ersten Deutschen Meisterschaft teil. Im Jahre 1928 wurde der Name „Ring- und Stemmclub Siegfried“ in Kraftsportverein 1920 ge├Ąndert. 1933 wurde der KSV 20 von den Nationalsozialisten verboten. 1936 musste Fritz Zimmer auf Befehl der Nationalsozialisten den KSV 20 wieder gr├╝nden unter dem Namen Kraftsportverein Olympia 1936. 1938 wurde der Verein unter Zwang mit dem Turnverein 09 verbunden und war damit die Abteilung Schwerathletik des TV 09, der dann den noch heute g├╝ltigen Namen TUS 09 annehmen musste. Da keine finanzielle Unterst├╝tzung vom TUS 09 f├╝r Trainings- und Wettkampfmaterial erfolgte, kam Fritz Zimmer auf die Idee, Selbstverteidigungs- und Judokurse durchzuf├╝hren. F├╝r eine Kursdauer von 3 Monaten wurde eine Geb├╝hr von DM 20. – bezahlt. Der Zulauf war enorm. Das war die Geburtsstunde der Judoabteilung des KSV 20. Durch das jetzt vorhandene Geld standen die Schwerathleten wieder auf festen F├╝├čen, trennten sich 1955 vom TUS 09 und fungierten wieder als selbstst├Ąndiger Verein unter seinem alten Namen „Kraftsportverein 1920 ( KSV 20 Erkenschwick)“. Erst im Oktober 1958 wurden wieder Kontakte zum Judo aufgenommen. Nach anf├Ąnglichen Schwierigkeiten wurde am 23.April 1959 die Judoabteilung offiziell gegr├╝ndet. Wenn auch Fritz Zimmer der Begr├╝nder der Judoabteilung ist, so sollen doch die ersten Interessenten, die beim Aufbau der Judoabteilung mitgewirkt haben und teilweise noch nach 40 Jahren das Vereinsleben mit gestalten, nicht vergessen und an dieser Stelle namentlich aufgef├╝hrt werden: Erich L├╝cking, Lothar L├╝cking, Wolfgang Dorkowski, G├╝nter Wewers, Hubert Krimpmann, Klaus Fabian nach anf├Ąnglichen Schwierigkeiten mit Trainern ├╝bernahm Erich L├╝cking, als Anf├Ąnger im Judosport, das Training der Judoabteilung. Er besa├č als erster Judoka den gelben G├╝rtel. Durch Fortbildungslehrg├Ąnge und Trainingsstunden beim KSV Herne konnte Erich L├╝cking seinen Vereinskameraden das angeeignete Wissen ├╝ber den Judosport weitergeben. F├╝r kurze Zeit stand ihm Dieter Skierde, ebenfalls vom KSV Herne, mit seinen umfangreichen Techniken zur Seite. Auch waren schon einige Erfolge mit Einzelk├Ąmpfern und einer Mannschaft zu verzeichnen. 1961-1963 erk├Ąmpften Lothar L├╝cking und Wolfgang Dorkowski bei den Senioren und Klaus Kiesendahl bei der Jugend die ersten Kreismeistertitel f├╝r den KSV 20; die Mannschaft einen 2. Platz bei der Mannschafts-Kreismeisterschaft. Doch dann kam eine gro├če Krise. Durch den Einzug in die Bundeswehr und das Belegen von Studienpl├Ątzen wurde die kleine und noch im Aufbau begriffene Judogruppe im Jahre 1962 ganz auseinander gerissen, die sich dann auch mit der Zeit aufl├Âste. Einige K├Ąmpfer, die den Judosport nicht aufgeben wollten, gingen zum Nachbarverein “ Dattelner JC 58″. Im Jahre 1963 versuchte Gerhard L├╝cking wieder den Aufbau der Judoabteilung. Dieses war mit sehr viel Schwierigkeiten verbunden, da keine Matte vorhanden war. Also mussten die blauen Turnmatten herhalten. Erst Erich L├╝cking gelang es, jetzt von der Bundeswehr zur├╝ck, die Abteilung zu festigen. Durch Erfolge auf Meisterschaften und auf Judodemonstrationen in der ├ľffentlichkeit wurde die Judoabteilung des KSV 20 wieder bekannt. So wurde der Mitgliederzuwachs in den folgenden Jahren gesteigert. Vor allen Dingen war ein guter Zulauf der Sch├╝ler zu verzeichnen. Von diesen Sch├╝lern kamen mehrere Talente heraus; diese wurden herangezogen und dementsprechend zum Leistungssport gef├╝hrt. Nennenswert w├Ąre der Bericht von einem Sch├╝ler, der im Oktober 1969 als 11-j├Ąhriger in die Judoabteilung des KSV 20 eintrat und in den darauffolgenden Jahren eines der gr├Â├čten Talente wurde, das aus dem KSV 20 hervorging. Die Rede ist von Gerd Kerkau. Seine Erfolge aufzuz├Ąhlen w├╝rde eine ganze Seite in Anspruch nehmen. Auf nationaler und internationaler Ebene war er immer unter den ersten drei Plazierten anzutreffen. Die gr├Â├čten Erfolge in seiner sportlichen Laufbahn waren: 1974 Europameister (Jugend); 1977 3.Europameister (Junioren); 1978 Milit├Ąrweltmeister (Senioren); 1980 Deutscher Meister (Senioren). Seit 1980 stellte sich Gerd Kerkau als Mannschaftsk├Ąmpfer beim Bundesligisten SUA Witten zur Verf├╝gung, au├čerdem k├Ąmpfte er seit 1973 in der Nationalmannschaft des Deutschen Judo Bundes. Durch diese Erfolge wurde Gerd Kerkau nicht nur im Verein, sondern auch dar├╝ber hinaus schnell zum Vorbild, vor allem bei den jugendlichen Sportlern. Im Januar 1977 bekam die Abteilung die erste richtige Judomatte (Tatami) in der Gr├Â├če von 10m x 10m. Auch war wieder ein Zulauf von neuen Mitgliedern zu verzeichnen. So hat die Judoabteilung im Jahr 1979 eine St├Ąrke von etwa 190 Mitgliedern. Vergessen wollen wir nicht die Erfolge unserer M├Ądchen. So wurde Marion Arndt (K├Ânigsmann) als erste Jugendliche im Jahre 1971 2. Landesmeisterin. Im Laufe der n├Ąchsten Jahre konnten weitere weibliche Judokas an den Erfolgen von Marion Arndt (K├Ânigsmann) ankn├╝pfen. 1979 wurde Beatrix Hunder bei den Sch├╝lern Landesmeisterin. In der Jugend steigerte sie sich 1980 mit dem 3. Platz auf der Deutschen Meisterschaft und wurde 1982 Deutsche Meisterin in Koblenz. Auch wurde sie f├╝r die Nationalmannschaft des Deutschen Judobundes nominiert und eingesetzt. Hervorzuheben w├Ąre die weibliche Jugendmannschaft, die zweimal hintereinander, 1980 und 1981 Meister in der Bezirksliga M├╝nster wurde. Viele Mitglieder der Judoabteilung, ob weibliche oder m├Ąnnliche Judoka, die an Meisterschaften und Turnieren teilgenommen haben, waren immer unter den ersten drei Pl├Ątzen auf Kreis-, Bezirks-, Landes-, Deutsche- und Internationalen Meisterschaften zu finden. Seit 1971 k├Ąmpfen eine Seniorenmannschaft und seit 1976 eine Sch├╝lerund Jugendmannschaft mit wechselndem Erfolg in der Bezirks- bzw. Landesliga M├╝nster. Durch Neugestaltung der Ligaordnung 1981 k├Ąmpfte die Sch├╝ler- und Jugendmannschaft in der Kreisliga Recklinghausen, und war mit zweiten und dritten Pl├Ątzen sehr erfolgreich. Im Jahr 1982 beendeten vier erfolgreiche Mitglieder der Ligamannschaft, Lothar L├╝cking 40 Jahre, Oswald Broksch 43 Jahre, Dieter Kremer 36 Jahre, Detlef Krause 34 Jahre, aus Altersgr├╝nden ihre sportliche Laufbahn, welches eine Schw├Ąchung der Seniorenmannschaft hervorrief. Ebenso beendete Erich L├╝cking im Jahr 1984 mit 44 Jahren und nach 25 Jahren seine Laufbahn als K├Ąmpfer. Er widmet sich jetzt nur noch der Aufgabe als Trainer und Funktion├Ąr. Um diese R├╝cktritte aufzufangen, musste auf die Nachwuchsk├Ąmpfer zur├╝ckgegriffen werden, um die Mannschaft wieder zu festigen und wieder Erfolge zu erzielen. Mit den Trainern steht und f├Ąllt der Verein. Deshalb war es wichtig, dass sich in der Vergangenheit immer wieder Mitglieder zur Verf├╝gung gestellt haben, und sich ausbilden lie├čen. Wenn auch Erich L├╝cking von Anfang an das Training in der Abteilung leitete, so machte er erst 1969 seine erste Trainerlizenz im Fach Judo. 1977 bestand er seine Pr├╝fung zum Judolehrer an der Sporthochschule K├Âln. Seit 1978 ist er im Besitz des 4.DAN.Grades und leitete seit 1981 als Honorartrainer den Leistungsst├╝tzpunkt Witten vom Nordrhein-Westf├Ąlischen Judoverband. In den Jahren von 1968 bis teilweise heute stellten sich Karl Hirsch, Lothar L├╝cking, J├╝rgen Widenka, Arnold Malasewski, Leslie Kellow, Wolfgang Jauert, Gerd Kerkau, Birgit L├╝cking, Karsten Neumann, Detlef Storck, Michael Kuhlmann, Wolfgang Vornhagen und Rolf Vo├č als Trainer zur Verf├╝gung. Die Erfolge in der Vergangenheit und der Gegenwart haben gezeigt, das diese genannten Trainer einen gro├čen Beitrag beim Aufbau der Judoabteilung geleistet haben. 1983 bekam die Abteilung die Eigenverwaltung nach ihrem Antrag auf der Jahreshauptversammlung am 5.3.1977 im sportlichen, gesch├Ąftlichen und finanziellen Bereich zugesprochen. Seit 1969 hat die Judoabteilung, durch partnerschaftliche Beziehungen der Stadt Oer-Erkenschwick mit der franz├Âsischen Stadt Halluin, ein freundschaftliches Verh├Ąltnis mit dem Judoclub aus Halluin, das im Laufe der Jahre auch zu famili├Ąren Kontakten ausgeweitet worden ist. Durch laufende sportliche Begegnungen wurde dieser Kontakt bis zum heutigen Tage aufrecht erhalten, so das die Judoabteilung und der Judoclub Halluinoise im Jahr 1984 auf 15 Jahre zur├╝ckblicken und dies auch im April als kleines Jubil├Ąum feiern k├Ânnen. Die Kapitel aus der Vergangenheit haben gezeigt, dass einige Idealisten im Laufe von vier Jahrzehnten ihr Bestes f├╝r die Judoabteilung gegeben haben. Sollte der eine oder andere sich namentlich nicht genannt finden, dann soll er sich nicht ├╝bergangen f├╝hlen und dahinter keine b├Âse Absicht suchen, denn kein Beitrag zum Gedeihen der Judoabteilung des KSV 20 und sei er noch so gering, soll und wird vergessen sein. An das Jubil├Ąumsjahr 1984 bis zum heutigen Zeitpunkt 1999 dem 40 j├Ąhrigen Bestehen ist an den vergangenen Jahren mit Erfolgen anzukn├╝pfen. In den letzten 15 Jahren Judogeschichte der Abteilung war aber ein starkes Auf und Ab bei Erfolgen und Interessen. Gerd Kerkau, einer unserer besten Judoka der Vereinsgeschichte trat von der nationalen und internationalen B├╝hne aus famili├Ąren Gr├╝nden pl├Âtzlich mit nur 26 Jahren ab. F├╝r die Judoabteilung ging ein Zugpferd f├╝r die Jugendarbeit verloren. Nach der Eigenverwaltung der Abteilung durch den Hauptvorstand des KSV 20 mussten immer wieder Mitglieder herangezogen werden, die in den Abteilungsvorstand gew├Ąhlt wurden. Diese leisteten, wie es ihr K├Ânnen zulie├č, gute Arbeit. Lothar und Erich L├╝cking haben immer versucht den Vorstand zusammen zu halten und zu beleben. 1984 erhielten die Gebr├╝der die bronzene Ehrennadel des NWJV. Der Zulauf der Mitglieder war nur im Sch├╝lerbereich bis 14 Jahren konstant. Der Jugendbereich nahm in den kommenden Jahren rapide ab. Der Jugendbereich 14-18 Jahre hatte andere Interessen, k├╝ndigten die Mitgliedschaft, oder wechselten ins Seniorenlager. Hier konnte man noch etwas aufbauen und einige Jahre Erfolge, haupts├Ąchlich mit der Mannschaft erzielen. Durch gezielte Trainerausbildung von eigenen Mitgliedern hatte die Judoabteilung einen guten Stamm. Somit war immer eine gute Judoausbildung f├╝r den Nachwuchs gew├Ąhrleistet. Auch wurde Wert darauf gelegt, dass die Ausbildungen f├╝r DAN-Pr├╝fungen durchgef├╝hrt wurden. So konnten fast in jedem Jahr ein bis zwei Judoka eine Pr├╝fung mit Erfolg ablegen. 1985 war ein besonderes Pr├╝fungsjahr, gleich 6 Teilnehmer bestanden die Pr├╝fung. 1.DAN :Detlef Storck, Michael Kuhlmann, Ralf Urginus, Karl Adolf, Wolfgang Vornhagen, 5.DAN :Erich L├╝cking. Erfolge 1985 bei Sch├╝lern, Jugendlichen und Senioren waren m├Ą├čig. Auch 1986 waren die Erfolge durchschnittlich. Beatrix Hunder als angehende Polizeibeamtin konnte bei den Polizeimeisterschaften auf Landesebene den 1.Platz und auf Bundesebene den 3.Platz belegen. 1987 war ein ganz schwaches Jahr f├╝r sportliche Erfolge in allen Bereichen. Die Pr├╝fung zum 1.DAN legte G├╝nter Marschall ab. Erich L├╝cking nahm die Funktion als Bezirksfachwart M├╝nster an. Durch diese Funktion konnte er im Laufe der n├Ąchsten Jahre etliche Meisterschaften auf Bezirksebene nach Oer-Erkenschwick holen , die dann von der Judoabteilung ausgerichtet wurden. 1988 ebenfalls schwache Erfolge. In diesem Jahr konnte die Judoabteilung zum letzten Male eine B-Jugendmannschaft bis 14 Jahre bei der Kreismeisterschaft, 3.Platz, stellen. Der einzige Lichtblick war Beatrix Hunder. Bei der Polizeimeisterschaft wurde sie Landes- und Deutsche Meisterin. Bei der Sportlerwahl in Oer-Erkenschwick wurde sie „Sportlerin des Jahres 1988“. 1989 und 1990 waren die Erfolge auf dem Tiefststand, als w├Ąre die Abteilung wie im Gr├╝ndungsjahr 1959 angefangen, es waren Jahre des Breitensports. 1989 tritt Erich L├╝cking nach 9-j├Ąhriger T├Ątigkeit als St├╝tzpunkttrainer des NWJV in Witten zur├╝ck. Es war eine herrliche Zeit mit den vielen Erfolgen und Training mit den Spitzenk├Ąmpfern. 1991 kommt allm├Ąhlich wieder Leben in die Bude der Judoabteilung. Die erzielten Erfolge konnten sich schon sehen lassen. Carsten Wewers und Michael Koschmieder qualifizieren sich f├╝r die Westdeutsche Meisterschaft, gingen aber knapp, 4.Platz, an der Qualifikation zur deutschen Meisterschaft vorbei. Die M├Ąnnermannschaft erk├Ąmpfte sich in der Westfalenliga M├╝nster unter K├Ąmpfer und Trainer Erich L├╝cking den 1. Platz und stiegen in die Landesliga M├╝nster auf. 1992 konnte Carsten Wewers 1.Bezirks- und 4. Landesmeister werden, verfehlte die Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft knapp. Die Pr├╝fung zum 1.DAN bestanden Thomas K├Ąfke und Thomas Kremer. 1993 hatte die Judoabteilung im Sch├╝lerbereich auf fast allen Meisterschaften und Turnieren gute Erfolge. Aber im Jugendbereich ist der Einbruch gewaltig. Zum ersten Mal in der Geschichte der Judoabteilung konnte ein weibliches Mitglied in die Ritterkaste der Samurai aufgenommen werden. Tanja Hemig (nun Hetz) bestand die Pr├╝fung zum 1.DAN. Erich L├╝cking wurde f├╝r seine T├Ątigkeiten im Verband die silberne Ehrennadel verliehen. Das Jahr 1994 war im Sch├╝lerbereich das Jahr f├╝r Andreas K├Ânig, Alexander Schulz und Larissa Kock. Sie konnten bis zur Westdeutschen Meisterschaft und auf Turnieren die besten Erfolge erzielen. Der Jugend und Juniorenbereich ist weiterhin auf dem Tiefpunkt. Die M├Ąnnermannschaft unter Trainingsleitung von Wolfgang Vornhagen konnte erstmals einen 2.Platz beim Vest-Pokal-Turnier und den 1.Platz in der Landesliga M├╝nster erk├Ąmpfen. Der Aufstieg in die Oberliga wurde bei der Qualifikation knapp verpasst. Die Mannschaft erreichte einen 2.Platz bei der Wahl „Sportler des Jahres 1994“ in Oer-Erkenschwick. 1995 war bei den Sch├╝lern eine erneute Steigerung mit Erfolgen bei Meisterschaften und Turnieren. Besonders f├╝r 2 Judoka, Jesus Larios , 3.Platz, und Alexander Schulz, 2.Platz bei der Westdeutschen Meisterschaft. Im Jugend- und Seniorenbereich blieb es sehr zur├╝ckhaltend. Die M├Ąnnermannschaft, im letzten Jahr noch Liga-Meister, in diesem Jahr k├Ąmpft sie um den Abstieg, was noch aufgefangen wurde. Erich L├╝cking wurde f├╝r seine T├Ątigkeit im Verein und Verband „NWJV“ die goldene Ehrennadel verliehen. 1996 bleibt der Sch├╝lerbereich weiter im Aufschwung. Der gro├če Teil erk├Ąmpft sich Erfolge bis zur Bezirksklasse. Andreas K├Ânig schaffte den gro├čen Durchbruch, er wurde Westdeutscher Meister. Leider gibt es keine Deutsche Meisterschaft bei den Sch├╝lern. Jugend -und Seniorenbereich blieben im Mittelma├č. Unter Leitung von Trainer Erich L├╝cking konnte die M├Ąnnermannschaft wieder einen 2.Platz beim Vest-Pokal-Turnier und einen 2.Platz in der Landesliga M├╝nster erk├Ąmpfen. Ein lang ersehnter Traum ist in Erf├╝llung gegangen : Am 24. November 1996 wurde Erich L├╝cking f├╝r seine Verdienste um den Judosport vom Ehrenrat des Deutschen Judo Bundes der 6.DAN verliehen. Im Jahr 1997 gab es im Sch├╝lerbereich durchschnittliche Erfolge. Andreas K├Ânig konnte sich bei der Jugend f├╝r die Westdeutsche Meisterschaft qualifizieren aber nicht platzieren. Die Pr├╝fung zum 1.DAN bestand Norbert Schulz, zum 2.DAN Karl Hirsch. 1998 war ebenfalls ein zur├╝ckhaltendes Jahr im Erfolgsbereich. Die M├Ąnnermannschaft konnte einen 3.Patz in der Landesliga M├╝nster erreichen und verfehlt die Aufstiegsk├Ąmpfe zur Oberliga. Die Mannschaft besteht fast nur noch aus Legion├Ąren. Seit 1993 k├Ąmpfen aus den umliegenden Vereinen Judoka im Team der Judoabteilung des KSV 20. PSV Recklinghausen, Dattelner JC 58, Spvgg. Herten und neuerdings der Halterner JC66. Ohne diese Kampfgemeinschaft wird es in n├Ąchster Zeit keine Zukunft und Erfolge geben. Thomas Kremer, der seit 4 Jahren f├╝r den JC 66 Bottrop k├Ąmpft, konnte mit dieser Mannschaft in die 1. Bundesliga aufsteigen. Somit ist er nach Gerd Kerkau, SUA Witten, der zweite Bundesliga K├Ąmpfer des KSV. Erich L├╝cking tritt nach 11 Jahren (seit 1987) als Bezirksfachwart M├╝nster zur├╝ck. Er konnte in dieser Zeit einiges bewegen, was dem Judosport zugute kam und hat dadurch seinen Stempel aufgedr├╝ckt. Die Pr├╝fung zum 1.DAN bestand J├Ârg Tomazic. So haben bis zum heutigen Tag des 40-j├Ąhrigen Bestehens 16 Mitglieder den Meistergrad erfolgreich bestanden. Davon sind noch 14 Dan-Tr├Ąger, die in der Abteilung gef├╝hrt werden, und auch zum Teil noch als Trainer zur Verf├╝gung stehen. Zu erw├Ąhnen w├Ąren noch die Aktivit├Ąten, die neben dem Judosport durchgef├╝hrt werden. Zum vierten Mal haben die Judoka des KSV 20 eine „Tour de France“ zu unserer Partnerstadt Halluin unternommen. Die Strecke von ca. 420 km wurde immer in gut 3 Tagen bew├Ąltigt. Die erste Tour fand 1988 statt, danach folgten 1989, 1996 und 1998, die letzten beiden Touren mit Unterst├╝tzung der Ringer. Auch wurde bereits zum f├╝nften Male am 24-Stunden Radrennen in der Partnerstadt mit einigem Erfolg teilgenommen. Auch hier hatten die Judoka in den letzten Rennen tatkr├Ąftige Unterst├╝tzung von den Ringern. 1999 wird das Partnerschaft-Jubil├Ąum zwischen den St├Ądten Oer-Erkenschwick und Halluin in Halluin gefeiert. Die Judoka aus Halluin und Oer-Erkenschwick k├Ânnen ebenfalls auf 30 Jahre Freundschaft zur├╝ckblicken. Aber diejenigen Personen, die diese Freundschaft gepflegt haben sind mittlerweile ├Ąlter geworden, in den Ruhestand getreten, vom Sport zur├╝ckgetreten oder -verstorben. Der Nachwuchs im Sch├╝ler- und Jugendbereich, auch bei den Judofreunden in Halluin hat f├╝r diese Freundschaften offensichtlich nicht mehr viel ├╝brig.Aber etwas Hoffnung bleibt noch f├╝r die Zukunft. Auch wird in der Hobbygruppe -Judo das Ballspielen als Breitensport betrieben, seit vielen Jahren leitet Lothar L├╝cking diese Gruppe. Die Krafttrainings-Gruppe als Aufbau- und Ausgleichssport leitet seit geraumer Zeit, Karl Hirsch. Die Judoabteilung hat zum 40-j├Ąhrigen Bestehen 1999 einen Bestand von 171 Mitgliedern. Es ist zu hoffen, dass die Judoabteilung mit dem jetzigen Bestand, F├╝hrung und sportlichen Erfolgen die n├Ąchsten 10 Jahre gut ├╝berstehen wird. Dann k├Ânnen wir das 50-j├Ąhrige Jubil├Ąum feiern. Erstellt von Erich L├╝cking, der seit der Gr├╝ndung der Judoabteilung am 23.April 1959 Mitglied ist, und zuvor bereits als Sch├╝ler und Jugendlicher der Ringerabteilung angeh├Ârte…

Gaudeamus Igitur!